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Leif Eriksson
Leif Eriksson(um 975 bis ca. 1020) war ein norwegischer Seefahrer, der in Island aufgewachsen war bis er zwölf wurde und der das Christentum nach Grönland brachte, da sein Vater Erik der Rote, dessen zweiter Sohn er war, zuvor für drei Jahre (wegen Gewalttätigkeit) aus Island vertrieben worden war. Er war einer der ersten Europäer, die Amerika entdeckten. der um 986 die erste Siedlung in Grönland errichtete. Kurz vor dem Jahr 1000 fuhr Eriksson von Grönland aus, wo er mit seinem Vater lebte, in seine Heimat nach Norwegen. Dort war einer Überlieferung zufolge König Olaf I. verantwortlich für Leifs Bekehrung zum Christentum. Später sandte Olaf ihn zurück nach Grönland, um die dort siedelnden Wikinger zum christlichen Glauben zu bekehren. Auf seiner Fahrt in Richtung Westen verlor Leif aufgrund eines Sturmes die Orientierung und landete zufällig an der nordamerikanischen Küste in Labrador. Leif Eriksson gilt daher als erster europäischer Entdecker Amerikas. Während der Segelfahrt passierte er Helluland , Markland und schließlich Vinland (Weinland, vermutlich nannte er es wegen des wild wachsenden Weines so). In Vinland baute er eine kleine Siedlung und blieb zusammen mit seiner 35-köpfigen Mannschaft den Winter über dort. Bei seiner Rückreise nach Grönland stieß Leif auf ein schiffbrüchiges Handelsschiff, dessen Mannschaft er rettete; dafür erhielt er die gesamte reiche Ladung und man nannte ihn von da ab Leif der Glückliche. In Grönland angekommen, verbreitete er als das Christentum unter den Siedlern. Er bekehrte u.a. seine Mutter Thjódhild, von der es heißt, sie habe die erste christliche Kirche Grönlands in Brattahlid errichtet. Seinem Bruder Thorwald lieh Leif sein Schiff zur weiteren Erforschung Vinlands. Dort wurde dieser einigen Sagen zufolge von Indianern im Winter 1004/05 getötet . Leif Eriksson lebte noch bis ungefähr 1020, verbreitete das Christentum weiter, fuhr jedoch nie wieder nach Vinland. Die genaue Identität von Vinland bleibt umstritten: Nach Meinung einiger Experten handelt es sich dabei um Neufundland, nach anderen sogar um Neuengland. Manche sagen auch er soll genau in Boston gelandet sein. 1963 fanden Archäologen die Ruinen einer Wikingersiedlung in L'Anse-aux-Meadows (im Norden Neufundlands), die derjenigen in Leifs Beschreibung von Vinland entspricht und etwa auf 1000 datiert wird. Allerdings gibt es auch Berichte von weiteren Wikingern, die nach Leif´s Reisebeschreibung den Weg nach Vinland gesucht haben. Helluland sind vermutlich die heutigen Baffin- Inseln und Markland das heutige Labrador. Zusammengetragen und geschrieben von ßura |
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